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(8) Entweder Geht Diese Scheußliche Tapete - Oder Ich
von Tapete
Das wären sie: die angeblich letzten Worte von Oscar Wilde. Das daraus nun eine kleine Reihe von elektronischen Terminen im Zucker entsteht bzw. entstanden ist, ist umso erschreckender. Erschreckend gut.
Subtil und gleichzeitig ziemlich eindeutig. Offen und zugleich radikal. Das meinte (wohl) Wilde und das meint auch die TAPETE (im Zucker). Es geht ganz speziell um elektronische Musik. Dabei liegt das Hauptaugenmerk allerdings nicht darauf irgendetwas zu organisieren, sondern sich ganz konkret um überregionale und internationale Acts zu kümmern ohne dabei den "Local-Support" zu vergessen. Eine Mischung die die Musik, die Stadt und die elektronische Subkultur voran bringen soll. Das finden wir natürlich gut. Was sonst?! Eigentlich gibt es die TAPETE ja schon eine Weile. Kollektiv Turmstraße machten im März den Anfang danach aber fiel buchstäblich der Putz von der Decke und keiner mochte sich so recht an diese TAPETE herantrauen. Das Konzept schien undefiniert, schien einzuschlafen - ähnlich wie eine Dornröschenfigur auf zu viel Valium.
Aber: Totgesagte Leben ja bekanntlich länger, und deshalb zog sich die TAPETE wie von selbst aus dieser ungewissen Lethargie und ist nun präsenter als zu vor. Regelmäßigkeit gepaart mit Qualität ist hier das Stichwort, so wie es einst der Plan war. Das bedeutet ganz konkret für dieses Jahr: Turmspringer im September (leider schon vorbei), Sven Weisemann im Oktober, Alex Meshkov aus Moskau im November und Skinnerbox im Dezember. Das ist schon mal eine Ansage und das diese auch 2010 so weitergeht, davon sind wir überzeugt.
Aber was steckt nun noch mal genau hinter diesem Konzept?
Ganz einfach: Die TAPETE ist elektronisch und möchte keinesfalls länger ungeachtet an irgendeiner schimmeligen Wand hängen. Sie will aktivieren, sie möchte geben und zeigen, dass sie etwas bewegen kann. Sie orientiert sich an (Club)Standards, weshalb ein höherer Eintrittspreis bei allen Tapezier-Veranstaltungen erforderlich ist. Nicht weil sie Euch das Geld aus der Tasche ziehen möchte, sondern weil sie das Geld (gern) in die Taschen der gebuchten Acts stecken will und das völlig gerechtfertigt. Es geht um gute Musik, um Qualität und um eine nette (Feier)Kultur mit netten und auch gern durchgeknallten Leuten. Mal laut, mal leise aber immer mit dem gewissen Anspruch im (Tapeten)Muster.
So, und wer nun keine Lust hat zu tapezieren, dem können wir leider auch nicht helfen.
Allen anderen wünschen wir angenehme und inspirierende Stunden im Zucker. Mit uns, mit Euch und unseren Gästen.
Eure scheußlich, nette und zuckersüße Tapete ;)
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(c) We.Like.Beats
20.03.2010
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