LEER UND FAMILIÄR / SUBUNTERNEHMEN [Zucker / 12.06.2009]
von Sebastian

So oder so ähnlich könnte man diesen Abend im Zucker zusammenfassen. Angenehme Stimmung und angenehme Leute.
Man kennt sich. Und wenn nicht, dann lernt man sich eben kennen. Ein wenig erschreckend war die (Menschen)Leere dann allerdings schon im Bezug auf die Existenz des Clubs. Die Ursachenforschung vor Ort brachte jedenfalls wenig Ergebnisse. Die Stimmung und somit auch das Statement ausgehend vom PCP schien seine Wirkung auch an diesem Abend zu entfalten. Sollte das wirklich der "harte Kern" rund um das Zucker, die elektronische Subkultur in Bremen sein?
Ein Erklärungsversuch könnte das ebenfalls an diesem Abend stattgefundene Konzert im Zucker sein, welches vor ab eingeschoben wurde. Dies hatte leider zur Folge, dass der obere Floor ziemlich verwaist blieb und defacto nicht genutzt wurde, außer zur seichten Beschallung im Stile einer Lounge. Ein an sich spannendes Konzept, aber wohl nicht funktionstüchtig genug, auch wenn es eine gute musikalische Ergänzung zum unteren Floor bot. Das Gefühl von "Friss oder stirb" hat wohl einige Leute so stark abgeschreckt, dass sie gleich wieder gegangen sind. Natürlich ist Dubstep Geschmackssache und schon gar nicht Massenkompatibel. Soll und muss es auch nicht. Nur leider ist, oder besser war, die Spezifikation der Musikrichtung an diesem Abend wohl etwas zu stark, denn auch Sommerfeste auf der Vorstraße haben nicht die Kraft eine solide Subkultur zu zersprengen. Wobei wir wieder einmal beim Kern einer (vorerst) nicht endenden Problematik wären. Ist die Subkultur in Bremen zu klein oder einfach das Zucker von den Räumlichkeiten zu groß? Letzteres schien mir an diesem Abend eher der Fall zu sein.
Positiv festzuhalten bleibt aber die bereits angesprochene lockere und freundliche Stimmung. Darauf kann, sollte und muss man einfach aufbauen auch wenn es dem ein oder anderen fast schon zum Halse heraus hängt. Einfach hängen lassen.
Rock on, Zucker!


(c)
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14.06.2009