DER TANZ UMS GOLDENE DREIECK [Bremen / 07.08.2010]
von Sebastian*




Nachdem ich den Freitagabend schon mehr oder weniger verschlafen hatte, hieß es am Samstag dann doch die müden Knochen mal ein wenig hochzubekommen. Reiseziel war das mysteriöse Dreieck.
Ankunft kurz nach 12 und siehe da es war was los – trotz regnerischen Begleiterscheinungen. Bekannte Gesichter gemischt mit sehr vielen jungen.
Musikalisch bewegte sich der Abend irgendwo im Durchschnitt.
Nichts besonderes, nichts neues, nichts schlechtes, kaum Vinyl (abgesehen von den bekannten Scheiben mit nichts drauf die trotzdem aussehen wie eine normale Platte vgl. Digitales Vinyl).
Outdoor lief größtenteils vorerst Techno und im Keller lief ganz muckelig ein wenig Dubstep. Da der Keller eher überfüllt war und es draußen eh schöner ist, beschränkt sich das Review auch größtenteils auf den Draußen-Teil.

Von unserer Ankunft bis ca. halb zwei gab es leichte technoide Kost ohne große Momente. Ein bisschen Gedudel hier, ein bisschen Gedudel da. Fein, aber nicht wirklich mitreißend oder gar ergreifend. Ab und zu gab es mal einen Klassiker a la Traffic Signs was aber auch nicht wirklich weiterhalf.
Der Einsatz von LaKriz wurde aufgrund technischer Probleme ersatzlos gestrichen und deshalb gab es dann bis zum playmodul Auftritt auch noch ein bisschen mehr und weiteres Gedudel.
Highlights in dieser Zeit waren leichter Regen und das anrücken von polizeilichen Mitarbeitern was zur Folge hatte das einige Menschen von der Straße runter mussten. Spannend.
Irgendwann war es dann halb vier und ZCKR-Act playmodul versuchte diese Spannung ein wenig zu lösen.
Gehandicapt durch unterirdische technische Voraussetzungen spielte er ein wirklich schönes Technoset. Meist ziemlich straight aber durchaus mit den gewissen Momenten darin. Darauf folgte wieder Polizei und nicht Polizei. Danach war Schluss. Zumindest für playmodul. Gefühlt ein sehr gefühlloses Abräumen eines Spots im Kampf um die letzten tanzenden Jünger. Unnötig und Taktlos.
Zwischendrin (als Stille und polizeilichen Maßnahmen vorherrschten) wurde dennoch fleißig umgestöpselt und die leere seelenlose Vinylscheibe kam wieder zum Einsatz. Danach ging es weiter und wir nach Hause.

Fazit: Nette Aktion aber so richtig wollte der Funke, den ich eigentlich auch nie gefunden oder gar gespürt habe, an diesem Abend nicht überspringen. Spürbar, dass es auch in Bremen scheinbar reichlich Techno-Nachwuchs gibt. Schön.
Dennoch: Bremen wird jünger. Ich nicht.


(c) We.Like.Beats
08.08.2010